onkia Veronika Kilcher

Bullet Journal Bern Schweiz Suisse Switzerland

Setup BuJo Nr. 7

Wusstest du, dass Ryder Carroll in seinem Buch empfiehlt, jeweils Anfang Jahr mit einem neuen Bullet Journal zu starten, egal ob das aktuelle Notizbuch voll ist oder nicht? Dabei sollte über das alte reflektiert und gut überlegt werden, welche Inhalte transferiert und welche Inhalte einem nichts nützen und zukünftig wegfallen.

An diese «Vorgabe» habe ich mich nie gehalten. Einerseits stört es mich nicht, dass sich in meinen Bullet Journals die Jahre überschneiden, andererseits kann ich z.B. auch Mitte Jahr gut über Vergangenes nachdenken und mir überlegen, wie es zukünftig weitergehen soll. Auch sind die Notizbücher z.B. von Leuchtturm nicht ganz billig und es wäre in meinen Augen schade, ein möglicherweise halb leeres Buch wegzustellen.

 
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Bei mir reicht ein Notizbuch für ca. 6 Monate und der Wechsel fand diesmal im Juni statt. Wie gesagt, auch zu diesem Zeitpunkt ist es gut möglich, die bisherigen Einträge zu überdenken und im neuen Notizbuch, falls nötig, Anpassungen vorzunehmen. Bei mir haben sich über die letzten 3,5 Jahre und 6 Notizbücher hinweg gewisse Inhalte verfestigt und bewährt und ich möchte dir heute zeigen, wie genau ich mein Bullet Journal aufbaue.

Ich starte mit dem Index:
Index Bullet Journal

Er ist für mich unverzichtbar geworden. In diesem Beitrag (Index-Varianten) kannst du nachschauen, auf welch unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, diesen zu gestalten.

Danach folgen Jahresübersicht und Key:
key schlüssel im Bullet Journal

Zum Planen finde ich es sehr praktisch, manchmal einen Blick aufs ganze Jahr werfen zu können und ausserdem sind dort auch die Schulferien der Kids markiert. Aus Zeitgründen mag ich diese Übersicht nicht immer von Hand erstellen, sondern klebe mir einen Ausdruck ins Bullet Journal. Falls du dir diese Arbeit auch sparen möchtest, dann findest du ein Printable für 2019 und 2020 in meinem Etsy-Shop.

Auf der gegenüberliegenden Seite lege ich meinen Schlüssel, den sog. key an. Gerade beim Farb-Code könnte es sein, dass ich in einem Bujo irgendwann die Farben ändere und dann bin ich bei einer späteren Suche froh nachvollziehen zu können, welche Farbe wofür steht. Wie du weisst, benutze ich fürs Anbringen des Farbcodes eine Art Lesezeichen. Die Anleitung für dieses Lesezeichen, das für mich zugleich ein multifunktionales Tool ist, findest du hier.

Statt wie bei den meisten wohl üblich, geht es bei mir anschliessend NICHT mit dem Future Log weiter. Ich habe den Future Log nach Ryder Carroll ausprobiert, sogar eine eigene Abwandlung/Erweiterung entwickelt, wurde damit aber nie richtig glücklich, denn ich möchte die kurz- und mittelfristigen Termine und Aufgaben chronologisch, übersichtlich und mit genügend Platz notieren können.

Deshalb habe ich damit begonnen, vorne im Bullet Journal direkt mehrere Monatsübersichten, sog. monthly spreads anzulegen:
monthly june 
Da ich mittlerweile weiss, dass bei mir ein Notizbuch ca. ein halbes Jahr reicht, lasse ich hier entsprechend Platz frei und gestalte nach und nach, je nach Lust und Laune, die Seiten mehr oder weniger kreativ aus. Das gibt im ersten Moment tatsächlich etwas mehr Arbeit, da ich diese Seiten wie gesagt im Voraus erstelle, aber andererseits erspare ich mir später den Schritt des Übertragens aus einem Future Log in eine Monatsübersicht.

Für die wenigen Termine und Aufgaben, die noch weiter in der Zukunft liegen, benutze ich das kompakte und platzsparende Calendex-System:
calendex 2020 1

Dieses habe ich ebenfalls für mich etwas angepasst und bei Interesse findest du eine Beschreibung hier und eine entsprechende Vorlage in meinem Etsy-Shop.

Dann geht es weiter mit dem aktuellen Monat, resp. einer Willkommensseite:
welcome june
Diese kann auch mal etwas minimalistischer ausfallen, wenn Ideen oder Zeit für Dekorationen fehlen. Eine Uebersicht zu etwas kreativeren Seiten findest du hier.

Nach der welcome page folgen meine heiss geliebten Wochenübersichten:
2019 weekly 23

Ohne  diese könnte ich mir mein Planer-Leben nicht mehr vorstellen! Ich habe sie in allen Variationen ausprobiert und obwohl ich nun schon seit Monaten das gleiche Raster benutze, kann ich ihnen dennoch immer wieder einen neuen Look verpassen. Wenn du diesbezüglich Inspiration suchst, dann hole sie dir gerne hier.

Auch bei den weekly spreads lasse ich pro Monat jeweils die entsprechende Anzahl benötigter Seiten frei, so dass ich innerhalb dieser 4-5 Wochen bequem vor und zurückblättern kann.

Erst nach den Wochenübersichten folgen meine «random» Einträge, wie z.B. Tagebuch, Urlaubsseiten, Challenges, laufende Projekte etc. Regelmässig und über mehrere Wochen oder sogar Monate zu benutzende Tracker und Listen lege ich übrigens hinten im Bullet Journal an. So sind sie für mich viel schneller auffindbar.

So ist also mein Bullet Journal aufgebaut. Es ist mir bewusst, dass mein Vorgehen nicht Ryder Carrolls Grundidee entspricht, nämlich alle Einträge fortlaufend zu erfassen. Aber meiner Meinung nach ist dies gerade das grossartige an der «Bullet-Methode», nämlich dass sie flexibel und anpassbar ist.

Ich hoffe, meine Erläuterungen waren für dich hilfreich und unterstützen dich bei deiner Suche nach dem für dich perfekten Aufbau deines Bullet Journals.

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